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Wasserball in Hamburg
Eine Bestandsaufnahme - Visionen und Realität
Wasserball – Die aufregende Ballsportart der Schwimmer ist in Hamburg im Aufwind. Hier steht, was bei den Wasserballern
los ist und was sie in Hamburg so vor haben.
 
von Philipp Kopf nach einem Bericht von Thomas Schlünz

Fangen wir bei den Jüngsten an: Hamburg hat im Schwimmverband eine Vorreiterrolle bei den unteren Jahrgängen übernommen.
Es gibt mit der Mini-Liga, der E-Jugend, eine eigene, funktionierende und hoch attraktive Liga mit kindgerechten Regeln. Acht Mannschaften waren im letzten Jahr dabei. Das gibt es nur in Hamburg. Im nächsten Jahr sogar mit einer F-Jugend. Jüngere Kinder haben dann die Möglichkeit mitzuspielen und die ersten Teams sind bereits startklar.

Von der D- bis zur B-Jugend gibt es einen lebhaften Ligabetrieb mit Meisterschaften und Pokalrunden. Es gibt Vereine, die mit mehreren Mannschaften antreten und auch reine Mädchenteams. Täglich gibt es neue Spiele und Tabellenstände.
Bei den Erwachsenen gibt es unterschiedliche Ligen. In Hamburg gibt es eine Oberliga mit zehn Mannschaften, eine Stadtliga, eine Mastersliga und eine Frauenliga. Immer ist was los.
Mehrere Mannschaften spielen über Hamburgs Grenzen hinaus Wasserball.
Die Frauen vom ETV spielen in der Bundesliga. Die Männer vom SV Poseidon und von GH Billstedt spielen in der 2. Liga Nord.
Mehrere Jugendmannschaften vom HTB62, vom Sportteam und vom SV Poseidon spielten in diesem Jahr auf Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften mit. Aktuell spielt die Hamburger C-Jugendmannschaft mit den letzten fünf Mannschaften um den Deutschen Meistertitel – im Dulsbergbad vom 17. bis 19. November. Hingehen. Es lohnt sich.
In den Vereinen läuft vor allem im Jugendbereich eine intensive Trainingstätigkeit. Der ATSV trainiert in Blankenese, das Sportteam in Barmbek, GHB in Billstedt, der SVP in Lurup und der HTB62 in St. Pauli. Oft legen Vereine ihre Trainingszeiten zusammen, um ein effektiveres Programm für die Spieler zu erreichen. Dann kommt es vor, dass sich bis zu sechzig Kinder mit Ball in einem Becken tummeln.
Hamburg nimmt mit seinen Auswahlmannschaften an allen vier großen Turnieren des Deutschen Schwimmverbandes teil und gilt als Angstgegner.
Die Hamburger Wasserballer haben eine Menge vor.
Im Jugendbereich wurde eine Vielfalt an Spielern und Mannschaften aufgebaut. In jeder Altersklasse gibt es einen sportlichen Wettkampf um Tore, Punkte und Titel.
Überregional sind sich die Hamburger Wasserballvereine einig.
Die Stadt soll in den älteren Jugendklassen durch jeweils einen Verein bis in die Deutsche Spitze repräsentiert werden. Die Jugendlichen haben im Dulsbergbad jeden Abend in enger Kooperation mit den Schwimmern die Möglichkeit zu trainieren. Wasserball ist da nicht minder trainingsintensiv als Schwimmen.
Auch Krafttraining wird regelmäßig angeboten und genutzt.
Das Ziel ist es, in spätestens acht Jahren in der Deutschen Spitze, in der oberen Hälfte der Deutschen Wasserball-Liga, mitzuspielen. Hamburg soll internationalen Wasserballsport bieten.
Wir haben die Grundlage, das zu erreichen.
• Ein hervorragend geeigneter Trainingsstützpunkt für den Leitstungssport.
• Eine gesunde Jugendarbeit in allen Altersklassen für Mädchen und Jungen.
• Eine aktive Aus- und Fortbildungsarbeit für Trainer und Übungsleiter.
• Motiviertes Personal am Beckenrand.
• Einen vollständig besetzten Wasserballausschuss.
• Und Vereine, die ein gemeinsames Konzept für die Zukunft ihres Sportes in Hamburg haben.
Wir haben aber auch genug Baustellen, die wir jetzt in Angriff nehmen.
• Die Medienpräsenz der Sportart ist, mit Ausnahme unserer verbandseigenen Homepage, mies. Das muss sich dringend ändern.
• Die Wasserballer müssen zusätzliche Trainer finden und einstellen.
• Die hochklassigen Spiele müssen ein richtiges Happening werden.
• Und wir wollen nicht Wasserball spielende Vereine überzeugen, dass es sich lohnt mit Kindern wieder einen Ball mit ins Becken zu nehmen.
Gerade beim letzten Punkt gibt es in Hamburg gute Möglichkeiten, dabei zu sein. Weiße Flecken auf dem Stadtplan sind Bergedorf und alles südlich der Elbe. Aber auch in den bestehenden Wasserball-Hochburgen lohnt es sich, neue Trainingsmethoden auszuprobieren: Wasserball versaut weder den Schwimmstil, noch benötigt man unendlich viel Wasserzeit und -fläche.
Die Wasserballvereine helfen gerne mit Material und Know-How.

 

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