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Die Karten sind gemischt
Die Zwischenrunde der Mini-Liga ist zuende - alles klar fürs Play-Off
Vielleicht sollte einer der hohen Wasserballherren, der sich das Spielsystem der neuen Bundesliga ausgedacht hat, einmal nach Hamburg kommen. In der Mini-Liga funktioniert dieses System nämlich ganz ausgezeichnet!
Mit der Zwischenrunde ist jetzt die heiße Punktspielphase der Hamburger E-Jugend beendet. Die Tore sind geschossen und die Punkte gesammelt. Jetzt geht es auf ins Play-Off.
Dafür haben sich die Minis im Mai in St.Pauli eingemietet.


von Philipp Kopf

In der Zwischenrunde war die Mini-Liga aufgeteilt. In der Hoffnungsrunde spielten die jüngeren und unerfahrenen Mannschaften, während in der Meisterrunde die Favoriten aufeinander trafen.
Das war gut.
Die Hoffnungsrunde war immer noch von großen Niveauunterschieden geprägt. Während die Mannschaft der Schule Laeiszstraße zu wahrer Hochform auflief, waren andere Teams noch in der Lernphase und mussten Lehrgeld zahlen. Gemeinsam mit dem Schuteam schafften die Barracudas vom HTB62 den Sprung ins Play-Off. ETV und Rudolf-Ross-Schule spielen in der Endrunde dreimal um Platz sieben.
In der Meisterrunde wurde sich nichts geschenkt. Die Mannschaft der Schule Ludwigstraße musste tüchtig Federn lassen und sah sich zu starken Gegnern gegenüber gestellt. Auf dem dritten Platz landete der SV Poseidon. Und wieder einmal waren es die Orcas und die Kraken, die sich gegenseitig keinen Kubikzentimeter Wasser gönnten. In dem letzten Spiel kam es zu einem heiß umkämpften 5:5-unentschieden. Ein einziger Punkt Vorsprung in der Tabelle brachte den Kraken den ersten Platz und damit den leichtesten Gegner im Play-Off.
Mehr dazu unten.
Die Orcas beim Briefing.
Sie ernteten Respekt: Die Laeiszstraßen-Schüler.
Ergebnisse
Die Zwischenrunde wurde in zwei Gruppen gespielt:
Der Meisterrunde (Gruppe C) und der Hoffnungsrunde (Gruppe D).
5. Spieltag
Mittwoch, 29. März
18.00 Uhr 913 - Gruppe D
ETV
- HTB62 Barracudas
2 : 14
18.20 Uhr 914 - Gruppe D
Schule Laeiszstraße
- Rudolf-Ross-Schule
6 : 4
18.40 Uhr 915 - Gruppe D
Schule Laeiszstraße
- ETV
12 : 3
6. Spieltag
Freitag, 31. März
18.00 Uhr 916 - Gruppe C
SV Poseidon
- ATSV Kraken
0 : 9
18.20 Uhr 917 - Gruppe C
Schule Ludwigstraße
- HTB62 Orcas
2 : 11
18.40 Uhr 918 - Gruppe C
SV Poseidon
- HTB62 Orcas
3 : 14
7. Spieltag
Mittwoch, 5. April
18.00 Uhr 919 - Gruppe D
Schule Laeiszstraße
- HTB62 Barracudas
10 : 11
18.20 Uhr 920 - Gruppe D
Rudolf-Ross-Schule
- ETV
5 : 5
18.40 Uhr 921 - Gruppe D
HTB62 Barracudas
- Rudolf-Ross Haie
8 : 5
8. Spieltag
Freitag, 7. April
18.00 Uhr 922 - Gruppe C
ATSV Kraken
- Schule Ludwigstraße
13 : 1
18.20 Uhr 923 - Gruppe C
SV Poseidon
- Schule Ludwigstraße
6 : 4
18.40 Uhr 924 - Gruppe C
ATSV Kraken
- HTB62 Orcas
5 : 5
Die Tabelle
Meisterrunde .
.
.
1. ATSV Kraken
5 : 1
27 : 6
2. HTB62 Orcas
5 : 1
30 : 10
3. SV Poseidon
2 : 4
9 : 27
4. Schule Ludwigstraße
0 : 6
7 : 30
Hoffnungsrunde .
.
.
5. HTB62 Barracudas
6 : 0
33 : 17
6. Schule Laeiszstraße
4 : 2
28 : 18

7. Rudolf-Ross-Schule
1 : 5
14 : 19
8. ETV
1 : 5
10 : 31
Die ersten sechs Mannschaften sind für das Play-Off qualifiziert.
Die Rudolf-Ross-Schule spielt auf der Endrunde gegen ETV um Platz 7.
Die Endrunde
Der letzte Spieltag der Mini-Liga 2006 findet statt
• am Sonntag, den 7. Mai
• von 10 bis 14 Uhr
• im St. Pauli-Bad
An diesem Tag sind alle Mannschaften dabei.
Zuerst spielen sie ein Play-Off und dann wird in zwei Finalrunden mit jeweils drei Mannschaften über die endgültige Tabelle entschieden. Jedes Spiel ist ein Endspiel!
Nach der Endrunde findet die Siegerehrung statt.
An diesem Tag sind natürlich auch Zuschauer und Fans willkommen. Allerdings muss an diesem Tag der übliche Badeintritt bezahlt werden, denn wir spielen parallel zum öffentlichen Badebetrieb.
Dafür dürfen die Zuschauer natürlich auch baden gehen. Die Spielerinnen und Spieler und Trainer kommen kostenlos rein. Danke an Bäderland für die Flexibilität.
925 - Play-Off 1 10.10 Uhr
ATSV Kraken
- Schule Laeiszstraße
:
926 - Play-Off 2 10.30 Uhr
HTB62 Orcas
- HTB62 Barracudas
:
927 - Play-Off 3 10.50 Uhr
SV Poseidon
- Schule Ludwigstraße
:

928 - Spiel um Platz 7 11.10 Uhr
Rudolf-Ross-Schule
- ETV
:
929 - Gruppe F 11.30 Uhr
Verlierer Play-Off 1
- Verlierer Play-Off 3
:
930 - Gruppe E 11.50 Uhr
Gewinner Play-Off 1
- Gewinner Play-Off 3
:
931 - Spiel um Platz 7 12.10 Uhr
ETV
- Rudolf-Ross-Schule
:
932 - Gruppe F 12.30 Uhr
Verlierer Play-Off 2
- Verlierer Play-Off 3
:
933 - Gruppe E 12.50 Uhr
Gewinner Play-Off 2
- Gewinner Play-Off 3
:
934 - Spiel um Platz 7 13.10 Uhr
Rudolf-Ross-Schule
- ETV
:
935 - Gruppe F 13.30 Uhr
Verlierer Play-Off 1
- Verlierer Play-Off 2
:
936 - Gruppe E 13.50 Uhr
Gewinner Play-Off 1
- Gewinner Play-Off 2
:

  14.15 Uhr
Siegerehrung
 
:
Der Skandal
Kommentar von Philipp Kopf
Wie sich inzwischen in der Hamburger Schwimmwelt herumgesprochen hat, schafft die selbsternannte Sportstadt Hamburg den Schwimmunterricht an Schulen in der bisherigen Form ab. Anstelle der Schwimmlehrer sollen angelernte Angestellte der Badbetriebe diese Aufgabe wuppen. In einem halben Jahr lernen 60 Grundschüler bei drei dieser kompetenten Menschen das Schwimmen. Beachtlich.
Hier soll es nicht um die Kritik an diesem innovativen Modell gehen. Es geht hier um die Mini-Liga.
Zurzeit läuft die vierte Saison der E-Jugend. Bisher waren immer Schulmannschaften dabei. Der Schwimmverband hat seine Jugendarbeit dafür geöffnet und im Hamburger Schulsport Info-Handbuch angeboten. Die Schulen waren dabei, weil Lehrer und Betreuer bereit waren, in den Abendstunden freiwillig die Teams zu coachen.
Bleibt die Frage, wie es mit den Schulen in dieser Liga weitergeht.
Werden die outgesourcten "Schwimmlehrer" der Bäderbetriebe in einigen der wertvollen Stunden des Schwimmunterricht auch Wasserball üben?
Bringen sie die Fitness und das Engagement mit, nach fünf Stunden Schwimmunterricht am Vormittag auch abends eine Mannschaft zu übernehmen?
Zweifel sind angebracht.
Und diese Zweifel äußerte ich in einem sehr positiv formulierten Beitrag für den "Schulsport-Infobrief", der an allen Hamburger Schulen verteilt wird und der vor wenigen Tagen erschien.
Und siehe da: Meine kritischen Worte wurden redaktionell entfernt. (Ich schreibe netterweise mal nicht zensiert.)
Fazit: Die Sportstadt Hamburg verzapft ein unausgegorenes Konzept, hindert Kinder daran, an einem vielfältigen Schwimmunterricht teilzunehmen und frustriert ihre leistungsbereiten Mitarbeiter zutiefst. Und ist so feige, mit Kritik nicht einmal umgehen zu können. Armes Hamburg! Arme Mini-Liga!
Der gestrichene Absatz lautet:
"Es ist festzustellen, dass der gegenwärtige, vielfältige Schwimmunterricht durch Sparmaßnahmen vor der Abschaffung steht. Wo bisher Schwimmlehrer standen, soll zukünftig entsprechend ausgebildetes Personal der Bäderbetriebe die "Schwimmfähigkeit" der Kinder absichern. Mehr als ein Freischwimmer wird da kaum drin sein. Es ist zu befürchten, dass damit diese erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein ihre letzte Saison erlebt. So werden zukünftig die Wasserballer wohl unter sich und die Schüler außen vor bleiben."

 

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