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3. Wettkampftag (13.04.07)
von Kai Steinbrunn

Bereits heute Vormittag in den Vorläufen über 200m Freistil sorgten der Hamburger Nachwuchs für hervorragende Zeiten. Allen voran Sven Thöne (AMTV-FTV) der seine persönliche Bestzeit in 1:52,60 um mehr als eine halbe Sekunde steigern konnte. Aber auch der Schmetterlingsspezialist Marcel Luck (AMTV-FTV) unterstrich mit einer neuen Bestzeit von 1:55,51 über die 200m Freistil seine derzeit gute Form.

Nach dem eher unerwarteten Meistertitel gestern über die 200m Rücken, verzichtete Jens Thiele (SV Eidelstedt) heute auf seinen Start über 200m Freistil. Seine Konzentration liegt jetzt sicher auf den 200m Lagen, die am morgigen Samstag auf dem Programm stehen. Sollte dem Eidelstedter hier in Berlin erneut das Double gelingen, wie schon bei den Deutschen Wintermeisterschaften im November in Hannover, als er sich die Titel über 200m Rücken und 200m Lagen sicherte?

Für Aufsehen sorgte heute Vormittag Daniela Samulski (SG Bayer WUP/UER/DOR) , die sich als Vorlaufschnellste für das heutige Finale über 100m Rücken qualifizieren konnte. Bemerkenswert war dabei vor allem ihre Zeit. Mit 1:01,54 wäre sie im letzten Jahr immerhin Deutsche Vizemeisterin geworden. Eigentlich gilt „Mulle“ eher als Schmetterlings- und Freistilspezialistin. Über 100m Schmetterling hält sie seit den Wintermeisterschaften den Deutschen Rekord in 0:58,75 und als Freistilschwimmerin schwamm sie bei der EM in Budapest gemeinsam mit Petra Dallmann, Britta Steffen und Annika Lurz in der 4x200m Freistilstaffel zum Europameistertitel und vor allem zum Weltrekord, der allerdings in Melbourne von den Amerikanerinnen knapp unterboten wurde.

Der Finalabschnitt hatte eine faustdicke Überraschung zu bieten. Paul Biedermann (SV Halle) konnte seine Vorlaufleistung über 200m Freistil nicht mehr entscheidend steigern und musste sich vor allem dem Offenbacher Lukasz Wojt geschlagen geben, den man bisher eigentlich nur von den Lagenstrecken her kannte. Wojt, der international in den letzten Jahren für Polen gestartet war, schwamm mit 1:49,55 eine für ihn ganz hervorragende Zeit und sicherte sich somit nach den 400m Lagen bereits den zweiten Deutschen Meistertitel bei dieser Veranstaltung..

Daniela Samulski wurde über 100m Rücken ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann souverän in 1:01,93.

Für uns Kampfrichter geht es jetzt auf eine abendliche Stadtrundfahrt mit einem eigens dafür angemieteten Doppeldeckerbus und anschließendem gemeinsamen Essen. Aus diesem Grund verabschiede ich mich für heute und freue mich auf einen vor allem für die Hamburger Schwimmsportfans interessanten morgigen Wettkampftag.

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