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Ratgeber – Nahrungsergänzungsmittel

‚Doping’ – durch richtig Essen?

Angesichts des Leistungsabfalls alternder Sportler stellt sich immer wieder, vor allem vor Wettkämpfen, die Frage nach Förderung ihrer körperlichen Leistung durch Optimierung der normalen Nahrung oder Zugabe zur üblichen Ernährung in Form von Ergänzungsmitteln.

Die Grundregeln einer sportgerechten Ernährung
Wie beim Schwimmsport das Timing eine dominierende Rolle spielt, gilt dies auch für die Versorgung mit Energiereserven, die zu dem Zeitpunkt im Körper vorhanden sein sollten, zu dem sie abgerufen werden! Dies gilt für das Training und in erhöhtem Maße für Wettkämpfe. Direkt nach der Arbeit zum Training ins Becken zu springen ist suboptimal. Konzentrations-, Regenerationsfähigkeit des Körpers sind auf einem Tiefstpunkt angelangt.

Ungefähr 30min vorher sollte zumindest ein ‚Snack’ wie eine reife Banane, ein Früchteriegel, ein Stück Obstkuchen mit einer Saft-Schorle das ‚Power-Zentrum’ wieder auf Trab bringen. Sinngemäß ist diese Erkenntnis auch vor und während Wettkämpfen anzuwenden.

Eiweiß = Kraftnahrung?
Nein! Bei sportlichen Aktivitäten werden in erster Linie Kohlenhydrate benötigt. Diese können vom Körper schneller und sauerstoffsparend in Energie umgesetzt werden. Nur der, der seine Kohlenhydratspeicher am besten gefüllt hat, kann seine volle Leistung abrufen.

Dies gilt für Marathonläufer ebenso wie für Kraftsportler! Vegetarisches ist angesagt oder zumindest anzustreben: Müsli statt Steak! Halbieren Sie Ihren Fleischkonsum und verdoppeln Sie Salat und Gemüseportionen. Selbst im Block-House wird ihnen inzwischen beides angeboten.

Also Eiweiß ade?
Nein! Bei einem intensiven Training verbrennen wir auch Eiweiß, vor allem im Immun- und Muskelsystem. Diese ‚Bresche’ im Körper muß schleunigst geschlossen werden. Dafür genügt aber auch ein Joghurt, ein (Müllers?) Milchreis o.ä.

Drinks?
Wenn es Schwimmer auch nicht bemerken (es sei den sie steigen vor und nach dem Training einmal auf die Waage, um dort ~0,5-1l Verlust festzustellen): bei jeder sportlichen Betätigung wird geschwitzt! Damit verlieren wir nicht nur Wasser, sondern auch Mineralien, vor allem Kalzium und Magnesium (2:1). Dieser Verlust muß umgehend ersetzt werden, besser überergänzt werden. Z.B. mit verdünnter (2:1) Apfelschorle oder isotonischen Drinks, ideal wenn diese gleich noch Kohlenhydrate enthalten.

Ergänzungsstoffe?
Bei kluger Lebensmittelauswahl besteht kein Bedarf an weiteren ‚Vitalstoffen’. Sie können getrost das hier riesige Angebot des Marktes ignorieren. Bei einer

Eiweißsubstitution oder Müsli – das ist hier die Frage. Kurt Halbritter aus „Wirb oder Stirb? – Verlag Bärmeier & Nikel

weniger klugen, oft traditionellen Eßgewohnheit (der Normalfall) können Vitamin- und Mineralstoff-präparate leichte Defizite ausbügeln.

Dies gilt besonders dann, wenn Sport als Gewichtsregulator – sozusagen als Fettburner - eingesetzt wird, d.h. unerwünschte Fettspeicher, aber auf keinen Fall Muskeln abgebaut werden sollen.

Wer Anlaß hat sich in dieser Gruppe (Übergewicht + Leistungsport) zu wähnen, sollte sich bei unserem Mustermaster Mark Warnecke einmal umsehen.


 

Der Eiweiß-Irrtum
Die Mähr, Sportler benötigten mehr Eiweiß für ihre Muskeln ist so allgemein falsch! Der Durchschnitt der Deutschen nimmt mit 150g weit mehr Eiweiß zu sich als ein Leistungskraftsportler braucht (0,9g/Körperkilo - also 81g/90kg)! Nur bei Ausdauersportlern mit 90min Training/Tag erhöht der Bedarf proportional zum Kalorienverbrauch auf 1,4g. Aber auch der wird mit den der leicht erhöhten Menge an Nahrungsmitteln (mit 10~15% Eiweißanteil) gedeckt.

Er scheint die hier verborgene ‚Quadratur des Kreises’ geschafft zu haben, obwohl nach meiner Meinung auch bei ihm die Beherzigung obiger Grundsätze plus ‚Friß die Hälfte’ (FdH) der ‚Kasus Knaxus’ zu sein scheint. Hinzu kommt bei ihm dann allerdings die besondere (mit ~40€/Monat zu Buche schlagende) ausgeklügelte Eiweißzufuhr.....

Fazit: Also her mit dem Wok, dem Sixpack Apfelschorle (von Feinkost-Albrecht), einer Waage und für Edelrentner, die AMSport von Mark Warnecke – und die Verfallskurve der persönlichen Leistungsdaten wird abflachen und ggf. wieder nach oben schnellen – oder auch nicht!

Georg Koch

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