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Aus den Vereinen

Der kühle Klare in Hamburgs Nordosten

Der SV Poseidon feierte dieses Jahr sein 110jähriges Bestehen und seine Entstehungsgeschichte liest sich wie die Entwicklung des Schwimmsports Hamburgs. Keimzellen waren Turner des Eimsbütteler TV v.1895, das spätere Frauenschwimmbad Hohe Weide und weitere Vereine aus Eimsbüttel/Altona. Selbst im II. Weltkrieg wurde der Sport betrieben. Im Stadtparksee, dem Becken des THC-Klipper am Hofweg, Freiwassern und dem großen Schwimmstadion am Volkspark ging es 1946/47 wieder weiter, zuerst noch gegeneinander, aber ab 1948 gemeinsam als: ‚SV Poseidon Hamburg e.V.’

Der Wunsch nach einem eigenen Schwimmbad erfüllte sich 1950 nach jahrelanger Handarbeit aller Mitglieder, unter kaum vorstellbaren Mühen mit dem ‚Quellbad Niendorf’ in der Anflugschneise des Flughafens! 1948/49 hatte der SV Poseidon die erfolgreichste deutsche Herrenmannschaft und trainierte in fünf Hallenbädern Hamburgs. 1960 fällt das mit Schweiß und Tränen erstellte Quellbad der Flughafenerweiterung zum Opfer und erst 1967 wurde unter neuerlichen Anstrengungen die ersten Becken des heutigen Bades am Olloweg 51 in Eimsbüttel/Eidelstedt gebaut, 1969 eröffnet und 1975 um das zweite Wettkampfbecken erweitert. Bis heute sicher das ‚sportlichste’ Sommerbad Hamburgs!

Dieses eigene Bad war damals Garant für die nationalen Erfolge jener Zeit, vor allem bei den Wasserballern. Stellvertretend sollen hier nur die international bekannten Namen wie BrockmannU, Scheuermann, Lüdecke (allesamt WB-Schiedsrichter) und der Olympiaschwimmer Peter Bermel genannt werden, sowie Funktionäre wie Walter Becker, Harm Beyer, Kurt Masch, Günter Quast, Bernt Jacobs etc.

Heute stellt sich der ‚SVP’ als klassischer Wassersportverein mit den Schwerpunkten Wasserball (10 Mannschaften in div. Klassen) und Schwimmen dar. Bei den Masters hat Bernd Hornung mit der ‚Weltmastermannschaft’ (AK50) im Wasserball von Christchurch/Neuseeland und Rolf Lange mit den ‚Young Oldies’ und ‚Bruno’ Liedtke mit den ‚Golden Oldies’ Senioren der Extraklasse versammelt (mit div. Deutschen, Europa und Welt-Titeln). gk

 

Norddeutsche Meisterschaften der Masters in Hamburg

16 Titel für Schwimmer des SVP

von Rolf Lange, SV Poseidon

16 Gold-, 8 Silber- und 3 Bronzemedaillen, so lautet die überaus erfolgreiche Bilanz des SV Poseidon Hamburg auf den Norddeutschen Schwimm-Meisterschaften der Masters. Auf der 50m-Bahn des Olympiastützpunktes in Hamburg Dulsberg ermittelten Aktive aus 89 Vereinen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern die Meister in den verschiedenen Altersklassen.

Erfolgreichste Starter der Poseidonen waren Dieter Seifert in der Altersklasse (AK) 55 Jahre und Karin Eddelbüttel in der AK 45 mit jeweils vier Titeln. Dieter Seifert wurde

Abb.1 Die Norddt. Vizeeister AK100 über 4x50m Lagen, mit (v.l.n.r) Karen Alexy, Dr. Manfred Bönicke, Karin Eddelbüttel. Es fehlt Wolfram Gottfried.

Norddeutscher Meister bei seinen Einzel-starts über 50m Schmetterling in 31,80 Sek., über 50m Freistil in 28,38 Sek., über 100m Freistil in 1:02,90 Min. und über 50m Rücken in 33,79 Sek. Karin Eddelbüttel siegte über 100m Rücken in 1:25,01 Min., über 200m Freistil in 2:37,70 Min., über 100m Freistil in 1:12,02 Min. und über 50m Rücken in 38,55 Sek. .
Ebenfalls sehr erfolgreich war Rolf Lange mit drei Titeln. In der AK30 gewann er Gold über 50m Freistil in 27,10 Sek., 100m Freistil in 58,77 Sek. und 200m Freistil in 2:12,00 Min. Darüber hinaus holte er Silber über 50m Rücken in 32,51 Sek. und über 100m Rücken in 1:11,68 Min. Siegfried Masula (AK60) siegte über 100m Rücken in 1:27,25 Min. und wurde jeweils zweiter über 50m Brust in 40,33 Sek. und 50m Rücken in 37,95 Sek. Einmal Gold gewann auch Ulrike Döscher in der AK 30 über 200m Freistil (2:22,86 Min.). Mit Bronze über 100m Brust (1:25,24 Min.) rundete sie ihr Ergebnis ab.
Eine Silbermedaille holte Silvia Kessen (AK 30) über 200m Lagen in 2:56,77 Min. Georg Koch (AK 65) gewann, gesundheitlich angeschlagen, Bronze über 100m Freistil in 1:27,16 Min. und belegte in 37,18 Sek. Platz fünf über 50m Freistil. Und Birgitt Gundermann (AK 45) schwamm auf Platz drei über 100m Rücken (1:30,65 Min.) und auf Platz vier über 200m Freistil (2:56,99 Min.).

Auch bei den Staffeln war Poseidon äußerst erfolgreich: Über 4x50m Lagen der Männer siegte Poseidon sowohl in der AK 240 (2:18,11 Min.) in der Besetzung Dieter Seifert, Siegfried Masula, Dr. Manfred Bönicke und Wolfram Gottfried, als auch in der AK 100 (2:04,43 Min.) in der Besetzung Rolf Lange, Christian Kunze, Markus Hüser und Philipp Wessel. Und auch die 4x50m Freistil in der AK 240 (gleiche Besetzung) siegte in 1:58,36 Min. In der 4x50m Lagen mixed Staffel gewann sowohl die Besetzung Karin Eddelbüttel, Karen Alexy, Dr. Manfred Bönicke und Wolfram Gottfried in der AK 200 in 2:29,52 Min. die Silbermedaille, als auch die Besetzung Rolf Lange, Corinna Stöver, Ulrike Döscher und Christian Kunze in der AK 100 in 2:12,56 Min. Silber ging auch an die 4x50 Meter Lagen der Frauen (AK 160, 2:38,45 Min.) in der Besetzung Birgitt Gundermann, Karen Alexy, Dagmar Grabowski und Karin Eddelbüttel.

Abb.2 Die Norddt. Meister AK240 über 4x50m Freistil und 4x50m Lagen, mit (v.l.n.r) Dr. Manfred Bönicke, Siggi Masula, Wolfram Gottfried und Dieter Seifert.

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